Ich hatte mal irgendwo die sogenannten 9 Leitsätze des Schiessports entdeckt.
Ob es diese nun tatsächlich in dieser Form offiziell gibt, kann ich nicht sagen, aber sie passen hervorragend und sollen euch nicht vorenthalten werden!
Diese Leitsätze lauten:
1. Der Schießsport verlangt Willenskraft und Selbstüberwindung
2. Der Schießsport erfordert Ehrlichkeit und Regeltreue
3. Der Schießsport dient der körperlichen Ertüchtigung und der Formung der Selbstbeherrschung
4. Der Schießsport sucht und fordert die persönliche Leistung
5. Der Schießsport soll Breitenarbeit sein, aus der Spitzenleistung erwächst
6. Der Schießsport muss frohes Spiel bleiben, Entspannung und Erholung bedeuten
7. Der Schießsport fordert in der Wettkampfbegegnung Freundschaft und Brüderlichkeit unter den Schützen
8. Der Schießsport kennt keinen Wettkampf ohne Fairness
9. Der Schießsport unterscheidet sich als Sport vom Traditionsschießen
(hiermit soll nicht das traditionelle Schiessen, z. B. zum Erringen von Königswürden oder Ehrenscheiben, herabgesetzt werden, aber dies ist nun mal nicht mit dem sportlichen Schiessen gleichzusetzen, genauso wenig wie mit dem jagdlichen Schiessen)
* Charakterliche Aufrichtigkeit und Lauterkeit muss für den Sportschützen selbstverständlich sein; sie sind unabdingbare Voraussetzung für echte Leistung und ständige Leistungssteigerung. Im Wettkampf ist nicht nur der Sieg über den Partner ausschlaggebend, sondern mehr noch in der Leistungssteigerung der Sieg über sich selbst. Der Kampf um Ringe ist zunächst ein Kampf mit sich selbst. Das macht den Schießsport so wertvoll und darin liegt sein hoher selbsterzieherischer Wert. Nicht nur allein körperliche Fertigkeit wird vom Sportschützen verlangt, sondern mehr noch Willenskraft, die zu körperlicher Selbstzucht fähig macht. Der ganze Mensch ist gefordert. Routinierte Technik allein reicht nicht aus, um ständige, gleich bleibend gute Leistungen zu erzielen.
* Schießsportliche Leistung setzt zwar auch erhebliches körperliches Training und Kondition voraus, wird aber mehr als in vielen anderen Sportarten von Willenskraft und geistiger Selbstbeherrschung entscheidend bestimmt. Allein die Tatsache, dass die Leistungsfähigkeit durch viele Lebensabschnitte – vom Schüler bis zum Senioren hindurch – anhält, beweist, dass es nicht allein auf körperliche Kraft ankommt.
* Zwischen dem Sportschießen und dem „Wildschütz“ oder dem militärischen Schießen besteht ein fundamentaler Unterschied. Bei den beiden letzteren ist vornehmlich Reaktionsschnelligkeit gefordert. Der Sportschütze dagegen braucht Präzision, Ausdauer und innere Ausgeglichenheit. Es sind in erster Linie charakterliche Eigenschaften, Werte aus dem Bereich der natürlichen Tugenden. Innere Unruhe, seelische Depression, geistige Trägheit und geistige Ungeordnetheit beeinträchtigen wesentlich die Leistungsfähigkeit beim Sportschützen. Mancher junge Mensch, der auf dem Jahrmarkt keine Schießbude auslässt, kann sich für das Sportschießen auf die Scheibe nicht begeistern, weil ihm die Art dieses Schießens einfach zu anstrengend ist.
* Schießen ist mehr als nur Zielen und Abdrücken. Wer halbwegs konstante Ergebnisse erzielen und nicht ein vom Zufall bestimmtes Auf und Ab seiner Leistung haben will, der braucht, wie in jeder anderen technischen Sportart auch, eine zweckmäßige Kleidung, die es ermöglichst, das immer wieder modernisierte Sportgerät optimal einzusetzen.
So wie man nun einmal in Straßenkleidung und Halbschuhen sowie einem Federballschläger nicht gut Tennis spielen kann, so schafft man beispielsweise auch keine besondere Ringzahl, wenn man in der Badehose und mit einem Schiessbuden-Gewehr schießen würde.
* Der Schießsport erfordert für Spitzenleistung bedingt durch die Technik der Gewehre und deren Zubehör eine optimale Ausrüstung für jeden Schützen. Es kommen immer neue Ausrüstungen mit immer wieder verfeinerter Präzision der Waffen auf den Markt, die es dem Schützen erschweren eine für sich optimale Waffe zu erwerben.
Aus diesem Grund sind die Schützenvereine bestrebt, auch in Zeiten knapper Kassenlage, den Schützen ein vielfältiges Angebot an Vereinswaffen zur Verfügung zu stellen, um die für sich optimale Waffe herauszufinden oder den Mitgliedern, die keine Bestrebungen nach einer eigenen Waffe haben, die Möglichkeit zu geben auf Wettkämpfen mit diesen Waffen und Ihrem Können ein für sie und/oder die Mannschaft gutes Ergebnis zu erzielen.
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Jeder Verein hat genauso wie Privathaushalte mit den Finanzen auszukommen. Die Anschaffung von neuer Ausrüstung ist kostenintensiv!
Aber gerade im vergangen Jahr 2007 konnte in dieser Hinsicht unser Verein im Bereich Luftdruckwaffen einiges nachholen und wird es in diesem Jahr im Bereich der Kleinkaliberschiessanlagen tun!!
Somit kann die Schützenbrüderschaft Vorsfelde nun den Schützen, denen die Mittel für eine eigene Ausrüstung fehlt, zeitgemässe Ausrüstung in Form von Druckluftwaffen und Laserlichtanlage zur Verfügung stellen.
* Wie in anderen Sportarten auch, ist für eine Spitzenleistung jedoch das eigene Sportgerät von großer Bedeutung, da man dieses auf seine Belange einrichten kann, ohne auf die Belange anderer - wie bei Vereinswaffen nötig – Rücksicht nehmen zu müssen. Hat man einmal eine solche Anschaffung getätigt, so hat man dies sicherlich für viele Jahre getan, den auch wenn sich die Technik stetig verbessert, für ein ordentliches Ergebnis ist in der Regel nicht die Waffe zuständig, sondern die Einstellung des Schützen. Viele Unbeteiligte meinen beim heutigen Stand der Technik ist es überhaupt kein Problem eine „Zehn“ zu treffen. Sicherlich hat die Technik es für den Schützen in der Handhabung einfacher gemacht, jedoch das zielen und „wackeln“ kann auch die Technik dem Schützen nicht abnehmen.
* Da die Anschaffung einer eigenen Ausrüstung aber mit einer nicht gerade geringen Geldsumme verbunden ist, ist ein neuer Schütze, auch wenn er noch so gute Veranlagungen mitbringt, erstmal auf die Vereinsausrüstung angewiesen. Im „gesteigerten“ Alter sollte es jedoch für den nach sportlichen Erfolgen suchenden Schützen das Bestreben sein eine eigene Waffe zu besitzen und diese nach seinen Belangen zu verfeinern, da der Verein dies nur in begrenztem Maße tun kann.
* Und dieses Bestreben eines Sportschützen eine eigene Waffe zu erwerben und zu besitzen sollte von den Aussenstehenden nach den obigen Erläuterungen nicht als Machogehabe oder als Durchbrechen des Rambo-Gens gewertet werden, sondern gewürdigt werden! Dieser Schütze will also nicht damit protzen eine Waffe zu besitzen, sondern er träumt davon und setzt alle Mittel ein, um sich den Traum eines jeden Sportlers zu erfüllen! Und dieser ist möglichst oft auf möglichst den oberen Stufen von Siegertreppchen zu stehen und an immer höheren Wettkämpfen und Meisterschaften teilzunehmen.
Das wird niemand erreichen, der damit prahlt eine Waffe zu besitzen, aber derjenige der seine Waffe als wertvolles Sportgerät ansieht und es entsprechend verschlossen verwahrt, der kann sich als Sportschütze bezeichnen und auch wenn er nicht bei Meisterschaften gewinnt so ist er doch ein grosser Gewinn für unseren Sport!!
In der Hoffnung etwas zur Anerkennung unserer Leistungen beigetragen zu haben verbleibe ich mit einem
Gut Schuss!!
Euer Matti!